Morphname

Anerythristic

Anerythristic

Bild und Besitzer: Rico Noack

Andere Namen

Anerythristic A; Black Albino; Anery

Genotyp

Anerythristic

Erstnachzucht

1973; Glen Slemmer

Vererbung

rezessiv

Beschreibung

Die Anerythristic oder häufig in der Kurzform Anery ist eine sich rezessivEin Gen, dessen Merkmal von anderen überdeckt (dominant) wird und daher selber nicht in Erscheinung tritt. vererbende Farbvariante und zugleich das erste entdeckte anerythristische GenEin Abschnitt der des Erbgutes (DNS)..

Der rote Farbstoff fehlt hier völlig (A = nicht vorhanden, Erythrin = rote FarbpigmenteFarbpigment: In (Haut)-Zellen vorhandener, farbgebender Stoff (das Pigment).), der gelbe nicht ganz, was besonders an den Seiten im ersten Körperdrittel hinter dem Kopf zu erkennen ist. Die Grundfarbe variiert zwischen einem eher bräunlichen und einem eher grauem Grundton. Die SattelfleckenSattelfleck: Zeichnungsmuster auf dem Rücken bis zu den Flanken. sind meist dunkelbraun, können aber auch fast schwarz oder eher hellbraun wirken. Wie bei der Amelanistic sind die Tiere sehr variabel in ihrer Färbung. Interessant ist, dass diese Form in manchen Regionen Floridas relativ häufig in freier Wildbahn vorkommt. Es hat sogar den Anschein, dass es prozentual betrachtet immer mehr von ihnen in den natürlichen Populationen Floridas gibt. Man vermutet, dass dies an den vielen Asphaltstraßen liegt, auf denen diese Tiere beim abendlichen Wärmetanken besser getarnt sind, als ihre "bunten" Artgenossen.

Auffällig bei dieser Variante ist der oftmals sehr stark ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus. Dieses Phänomen kennt man zwar auch von wildfarbenen Kornnattern und anderen Farbvarianten, ist aber gerade bei Anerythristics besonders stark ausgeprägt. Oftmals kann man Männchen und Weibchen anhand des Phänotyps auseinanderhalten, eine sichere Bestimmungsmethode ist das allerdings nicht. Seit einiger Zeit gibt es auch Exemplare ohne die charakteristischen gelben Flanken, diese Tiere sind dann optisch nur schwer von der Charcoal zu unterscheiden. Ein hilfreiches Merkmal für diese Differenzierung ist die bei Anerythristic üblicherweise hellgraue Iris, welche bei Charcoal oft deutlich dunkler bis fast schwarz ist.

Glen Slemmer war es, der 1973 die Anerythristics als sich rezessivEin Gen, dessen Merkmal von anderen überdeckt (dominant) wird und daher selber nicht in Erscheinung tritt. vererbende Farbvariante durch Testverpaarungen nachwies. Mittlerweile gibt es unzählige Kombinationen mit Anerythristic, zu den häufigsten dürfte beispielsweise die Kombination mit Hypo zählen, welche Ghost genannt wird. Eine alte und kaum noch gebräuchliche Bezeichnung für diese Variante ist Black Albino. (sd)